Missbrauch von Arzneimitteln aus der Apotheke


Normalerweise helfen Medikamente dabei, wieder gesund zu werden oder vorhandene Beschwerden zu lindern. Jedoch können sie unsachgemäß angewendet, genau das Gegenteil bewirken. Wenn es zu einem so genannten Arzneimittelmissbraucht kommt, schaden Medikamente der Gesundheit oder machen seelisch und körperlich abhängig.

In der Apotheke kann man Ihnen eine genaue Auskunft geben, wo die Grenze zwischen richtiger und falscher Anwendung liegt. Wenn aber ein Medikament ohne medizinische Notwendigkeit im Übermaß regelmäßig, oder auch nur gelegentlich eingenommen wird, ist die Grenze ganz bestimmt erreicht.

In Deutschland sind mittlerweile schon 1,4 Millionen Menschen von Arzneimitteln abhängig. Frauen sind davon häufiger betroffen als Männer (75 % zu 25%). Und die Zahl des Arzneimittelmissbrauchs und der Arzneimittelabhängigen steigt von Jahr zu Jahr weiter an.

Bei einigen Arzneistoffgruppen ist das Risiko höher, seelisch oder körperlich abhängig zu werden (bei falschem Medikamentengebrauch), als bei anderen. Dazu gehören: Schmerzmittel, Schlaf- und Beruhigungsmittel, Weckmittel (Aufputschmittel), Appetitzügler und bestimmte Hustenmittel. Allerdings gibt es auch Medikamente, welche bei unsachgemäßem Gebrauch zwar nicht abhängig machen, aber bei zu langer Anwendung zu gesundheitlichen Schäden führen können. Nasentropfen, Nasensprays, Abführmittel und Entwässerungsmittel, sind einige die davon.

Schutz vor der Abhängigkeit
Sie sollten spätestens nach der Einnahme der zehnten Kopfschmerztablette jemanden um Rat fragen, der sich mit Medikamenten auskennt. Die beste Hilfe bekommen Sie da, wo Sie die Medikamente auch gekauft haben; in der Apotheke. Denn gerade die Apotheker und Apothekerinnen sind dazu verpflichtet, über Arzneimittel und ihre richtige Anwendung zu beraten und zu informieren. In der Vergangenheit haben sich Apotheker stark dafür eingesetzt, dass rezeptfreie Medikamente mit besonders hohem Missbrauchpotential, rezeptpflichtig wurden. Sollten sie den Verdacht auf eine Abhängigkeit haben und es sich dabei um rezeptfreie Medikamente handelt, kann Ihnen Ihr Apotheker geeignete Alternativen anbieten, oder Ihnen Institutionen und Selbsthilfegruppen nennen, die Ihnen weiterhelfen. Allerdings finden Sie Beratungsstellen für Drogenprobleme auch im Telefonbuch, oder auf Gesundheitsämtern.

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Eingereicht in Medikamente und Arzneimittel von Luedtke am Donnerstag, 21. September 2006
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Die neuesten 5 Kommentare
Angelika: Feiner Artikel über die Einnahme von Arzneimittel - warum läuft es hier nicht weiter toll!...

Marianne: Ja, das sehe ich genauso! Denn unsere Kinder sind doch die Zukunft, für die wir alle nur das Beste wollen. Um ehrlich zu sein, habe ich Angst meinen Kindern ein Medikament zu geben, welches eigentlich...

Jasmin: Über dieses Thema sollte eigentlich vielmehr aufgeklärt werden, denn viele Menschen wissen gar nicht, was Medikamente bei Missbrauch alles anrichten können. Bis vor 2 Jahren hätte ich das selbst nie g...

Drug64: Während in Deutschland jedes Jahr die Arzneimittelausgaben  des Staates steigen und die Pharmaindustrie weitere Forderungen stellt, anstatt ihre Gewinne im Sinne des Kunden (Patienten) zu investieren,...

Talia: Hallo Silvia, meine Erfahrungen sind ähnlich. Ich habe aber den Versuch unternommen, meine Krankheit zu ignorieren, was dazu führte, dass sich mein Gesundheitszustand verschlechtert hat. Nun bin i...

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