Wissenswertes über den Zeckenbiss


Die Zecke gehört zu der Familie der Milben und wird aufgrund ihrer acht Beine (Larven haben sechs) den Spinnentieren zugeordnet. Weltweit gibst es ca. 800 Arten, wobei davon nur 22 in Europa vorkommen. Die in Mitteleuropa am häufigsten vorkommende Zecke, ist der gemeine Holzbock. Die meisten Arten sind Ektoparasiten, die sich auf der Haut bzw. im Haar und im Federkleid einnisten. Als Wirte dienen Vögel, Reptilien und Säugetiere.

Viele Zeckenarten übertragen lebensbedrohliche Krankheiten. Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Durchseuchungsrate der Zecken mit Krankheitserregern (Bakterien, Protozoen, Viren) immer mehr zugenommen hat. Krankheitserreger, die bisher nur in den südlichen Ländern Europas zu finden waren, werden heute immer öfter in Nordeuropa nachgewiesen. Dabei übertragen Zecken immer häufiger Krankheitserreger auf den Wirt, ohne das sie sich selbst infizieren. Es werden sogar mehrere Arten von Krankheitserreger übertragen, als von jeder anderen parasitischen Tiergruppe. Da auch Menschen regelmäßig durch ernste Erkrankungen wie Borreliose, Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder Rickettsiosen (z.B. Fleckfieber) betroffen sind, ist ein Zeckenstich keine Verletzung, mit der man leichtfertig umgehen sollte.

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Virus-Infektion, mit der man sich nicht nur im Frühsommer infizieren kann, da schon ab einer Temperatur von 10 Grad Celsius Zecken aktiv werden. Das FSME-Virus löst Erkrankungen aus, die mit grippeähnlichen Symptomen, wie z.B. Fieber, Glieder und Kopfschmerzen einhergehen. Bei einem Teil der Betroffenen, tritt im weiteren Erkrankungsverlauf eine Entzündung des Gehirns und den Hirnhäuten auf. Da die Erkrankung von einem Virus ausgelöst wird, lässt sie sich nicht mit Antibiotika behandeln. Es können lediglich einzelne Symptome gelindert werden. Gleichzeitig gilt es zu beachten, dass der Schweregrad der Erkrankung mit steigendem Alter zunimmt. Aber auch bei Kindern können durchaus schwere Verläufe auftreten.

Dagegen ist die Borreliose eine bakterielle Erkrankung und tritt ca. 500-mal häufiger auf, als FSME. Bei einer Infizierung mit den bakterienähnlichen Borrelien kann es zu Erkrankungen anderer Organe (Haut, Gelenke, Muskeln, Bänder, Nerven und Herz) kommen. Gleichzeitig können verschiedene Allgemeinsymptome auftreten, wie z.B.: Müdigkeit und Unwohlsein. In einigen Fällen ist der Verlauf sogar chronisch.

Während sich in Deutschland die FSME-Risikogebiete genau bestimmen lassen, ist diese Abgrenzung für die Borreliose nicht möglich. Dies darf aber nicht dazu verleiten, die Ansteckungsgefahr außerhalb der Risikogebiete zu unterschätzen. Da das Virus auch durch Wildtiere in risikofreie Regionen eingeschleppt werden kann. Wobei in Süddeutschland die Gefahr am Größten ist, von einer infizierten Zecke gestochen zu werden.

Menschen die in einem Risikogebiet leben oder sich dort häufig aufhalten wird geraten, eine FSME-Schutzimpfung durchführen zu lassen. Um das Risiko einer Infektion zu minimieren, sollte nach jedem Aufenthalt in der Natur, der Körper nach Zecken abgesucht werden. Dabei sind vor allem Körperregionen, wie die Achselhöllen, Kniekellen, der Hals und das Haupthaar wichtig, da Zecken besonders diese Bereiche bevorzugen. Konnte ein Stich nicht vermieden werden, muss die Zecke sofort entfernt werden. Die Zecke sollte dann mit einer Pinzette, möglichst hautnah gefasst und durch einen geraden Zug (nicht drehen) entfernt werden. Bleibt ein Teil des Stechapparates in der Hautwunde zurückt, ist es erforderlich, den Rest von einem Arzt fachgerecht entfernen zu lassen.

Da sich die FSME-Erreger in den Speicheldrüsen der Zecke befinden, werden diese sofort mit dem Stich in die Wunde übertragen. Daher bietet auch das schnelle Entfernen der Zecke leider keinen Schutz vor der Frühsommer-Meningoenzephalitis.

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Weitere Informationen über den Zeckenstich und den übertragbaren Krankheitserregern:
- Netdoktor das Gesundheitsweb
- Wikipedia-Die freie Enzyklopädie
- Ärzte Zeitung Online
- Deutsches Grünes Kreuz-Das Gesundheitsweb
Eingereicht in Allgemein von Luedtke am Donnerstag, 03. Mai 2007
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Jasmin: Über dieses Thema sollte eigentlich vielmehr aufgeklärt werden, denn viele Menschen wissen gar nicht, was Medikamente bei Missbrauch alles anrichten können. Bis vor 2 Jahren hätte ich das selbst nie g...

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