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Heuschnupfen: Allergie gegen Pollen
Für Millionen Menschen beginnt ab Frühjahr das Leiden von vorn. Es ist wieder Heuschnupfenzeit. Schätzungen ergeben, dass etwa 20 Millionen Menschen auf bestimmte Pollen allergisch reagieren - mit steigender Tendenz.
Heuschnupfen ist die laienhafte Bezeichnung für eine allergische Erkrankung der Nase. Diese Entzündung der Nase wird nicht durch Heu verursacht, wie der Name vermuten lässt, sondern durch den Staub von Blüten (Pollen). Durch die Pollenkörner entsteht ein wässriger Schnupfen und ist daher gebunden an die Pollenflugzeit des jeweiligen Allergens.
Wahrscheinlich ist die Neigung zu einer immunologischen Reaktion angeboren. Der erste Kontakt mit Allergen führt zu einer Entwicklung von natürlichen Abwehrstoffen, wie zum Beispiel Antikörper. Ab diesen Zeitpunkt, erkennt der Organismus die harmlose Substanz als gefährlich an. Er ist “sensibilisiert“ und entwickelt in einer bestimmten Zeit immer mehr Antikörper. Dies führt zur ersten allergischen Reaktion. Der Körper denkt beim Kontakt mit den Pollen, er müsse gegen die Krankheitserreger vorgehen. Dadurch werden Entzündungsprozesse frei gesetzt, wodurch die Nasenschleimhaut anschwillt.
Die meisten allergischen Reaktionen treten von Februar bis Mai auf. Das ist die Saison für Erle, Ulme, Weide, Pappel, Hasel und Birke. Von Mai bis Juni sowie zwischen Mitte August bis Mitte September blühen Gräser und Getreide. Im Frühherbst sind es bestimmte Kräuter. Viele Menschen sind hauptsächlich gegen Gräser- und Baumpollen allergisch. Symptome sind laufende Nase, juckende Augen, heftige und häufige Niesattacken.
Da die Symptome nicht zu unterschätzen sind, muss Heuschnupfen möglichst früh behandelt werden. Unbehandelte allergische Beschwerden können sich im Laufe der Jahre bis zu einem Etagenwechsel entwickeln. Die Folge ist ein allergisches Asthma.
Wer sich jedoch an die Regeln hält, der kommt ziemlich ungeschoren davon. Die erste und einfachste Methode heißt schlichtweg - Pollen meiden. Allein dadurch werden die Beschwerden gemindert. Wenn dies nicht ausreicht, müssen Medikamente (Antiallergikum) eingenommen und eine Hyposensibilisierung durchgeführt werden. Dabei wird die Überempfindlichkeit gegenüber einem bestimmten Stoff herabgesetzt, indem diese Substanz in langsam steigenden Dosierungen zugeführt wird.
Einfache Maßnahmen zur Vermeidung der Pollen sind: Vor dem Schlafen die Haare waschen, Tageskleidung nicht ins Schlafzimmer legen, Pollenschutzgitter anbringen, Fenster geschlossen halten und nur in der Nacht lüften. Beim Staub wischen ist zu beachten, dass nur nass gewischt werden sollte. Die Wäsche möglichst nicht im Freien trocknen lassen, da sich sonst Pollen an ihr festsetzen können. Ebenso sollten körperliche Anstrengungen in der Natur vermieden werden. Das ideale Urlaubreiseziel für Pollenallergiker ist das Meer oder die Berge, da im Flachland die Allergene vermehrt auftreten. Zur Beseitigung der Pollen auf der Haut, sollte das Gesicht häufig mit kaltem Wasser abgekühlt werden.
Ergänzend können so genannte Antihistaminika eingenommen werden. Hierfür empfehlen sich speziell Medikamente mit modernen Wirkstoffen wie Cetirizin (Reactine, Cetalerg) oder Loratadin (Lorano, Livocab). Im Gegensatz zu älteren Wirkstoffen, besitzen diese Wirkstoffe nicht die Nebenwirkung der Müdigkeit. Antihistaminika sind in Form von Augentropfen, Nasensprays oder Tabletten erhältlich. Bei schwerwiegenden Beschwerden kann das entzündungshemmende Cortison verschrieben werden. Alternativ können auch pflanzliche und homöopathische Medikamente gegen den Heuschnupfen (Klosterfrau Allergin, Weleda Heuschnupfenspray, Heuschnupfenmittel Dreluso oder Adhatoda Kapseln) angewendet werden.
Grundsätzlich gilt: Bei verdächtigen/ allergischen Beschwerden sollte unbedingt ein Hautarzt aufsucht werden. Dieser kann feststellen ob und auf welche Pollen der Körper allergisch reagiert. Dies geschieht in der Regel über einen Hauttest, bei dem überprüft wird ob die Haut empfindlich ist und sich mit Rötungen äußert. Aber auch über eine Blutuntersuchung können Antikörper festgestellt werden.
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| Eingereicht in
Gesundheit von Luedtke am Montag, 05. Mai 2008 |
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