Gesundheits-Tipps für den Urlaub


Der Sommer rückt immer näher und die Freude auf den lang ersehnten Sommerurlaub wächst Tag für Tag. Egal ob am Strand oder in den Bergen, der Urlaub soll entspannen und erholen. Krankheiten sind dabei nicht eingeplant. Um dies weitestgehend auszuschließen, gibt es hier einige Tipps, damit die schönste Zeit im Jahr für die ganze Familie auch als solche in Erinnerung bleibt.

Reiseapotheke nicht vergessen!
Selbstverständlich müssen alle Medikamente mitgenommen werden, die regelmäßig einzunehmen sind. Wichtig dabei, die Berücksichtigung der erforderlichen Arzneimittelmenge während der Urlaubstage. Wird der Urlaub in einer anderen Zeitzone verbracht, ist der behandelnde Arzt nach den Einnahmezeiten (z. B. für die Pille, Insulin bei Diabetes mellitus) zu fragen. Wenn es möglich ist, sollten flüssige (Tropfen, Saft) durch feste Medikamente (Tabletten, Dragees) ersetzt werden, da diese leichter sind und nicht zerbrechen. Generell gilt: Die Reiseapotheke gehört ins Handgepäck. Laut der neuen EU-Richtlinien zur Mitnahme von Handgepäck in die Flugzeugkabine vom November 2007 dürfen Medikamente und Spezialnahrung, die während des Fluges an Bord benötigt werden, in der Handtasche transportiert werden. Ein ärztliches Attest hierfür ist in den Bestimmungen nicht vorgesehen, ist aber empfehlenswert. Ansonsten sind flüssige Präparate bis maximal 100 ml in einem transparenten, wieder verschließbaren Plastikbeutel (maximal 1 Liter Fassungsvermögen) mitzuführen.

In eine Reiseapotheke gehören auf jeden Fall:
• Fieber-/Schmerzmittel
• Magen-Darm-Mittel (Verstopfung, Durchfall)
• Medikamente gegen Reisekrankheit
• Mittel gegen Erkältung (Husten, Halsschmerzen, Schnupfen)
• Sonnenschutzmittel mit ausreichendem Lichtschutzfaktor
• Salbe zur Behandlung von Sonnenbrand
• Salbe gegen Insektenstiche
• Mittel zum Einschlafen
• Augentropfen gegen Bindehautentzündung
• Heftpflaster, Verbandsmaterial
• Wunddesinfektionsmittel
• Vitamine (bei unzureichender bzw. einseitiger Ernährung)

Für Eltern mit kleinen Kindern, chronisch Kranke und ältere Menschen ist es empfehlenswert, die Reiseapotheke mit einem geschulten Apotheker oder Arzt zu besprechen, um persönliche Bedürfnisse abzuklären.

Außerdem darf nicht vergessen werden, der Nachweis über die abgeschlossene Reisekrankenversicherung, die gegebenenfalls auch die Kosten für einen Rücktransport in die Heimat übernimmt. Die meisten Policen gelten jeweils für ein Jahr und für Reisen bis zu sechs Wochen.

Risikoquelle: Unsauberes Wasser
In Ländern mit hohen Temperaturen ist es erforderlich, ausreichend Flüssigkeit zu trinken. Nur so kommt der Körper mit dem Klimawechsel klar. Dabei sollten mehr als 3 Liter am Tag eingenommen werden, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Besonders geeignet sind Mineralwasser (möglichst nur aus der Flasche) und frisch aufgebrühter Tee. Bei Leitungswasser in südlichen Ländern ist Vorsicht geboten. Das Gleiche gilt auch bei Eiswürfeln im Getränk. Auch Säfte werden oft mit Wasser aus der Leitung verdünnt. Um ganz sicher zu sein, ist es empfehlenswert Mineralwasser zu nutzen.

Nahrung: Keime vermeiden
Um Magen-Darm-Probleme im Urlaub zu vermeiden, sollten einige Regeln beachtet werden: In südlichen Ländern ist es ratsam auf den Verzehr von rohen Lebensmitteln (Fleisch, Fisch, Gemüse) zu verzichten. Auch vermehren sich Keime sehr gut in Speisen, die rohe Eier enthalten. Da besonders warme Temperaturen die Keimbildung begünstigen, sollte in der Regel keine frische Milch sowie Eis verzehrt werden. Obst ist vor dem Essen generell zu schälen.

Sind die Speisen dennoch auf den Magen geschlagen, sollten als Erstes die verlorene Flüssigkeit und die ausgeschwemmten Mineralstoffe ersetzt werden. Dauert der Durchfall mehr als 2 Tage an, ist es erforderlich einen Arzt aufzusuchen, dieser wir abklären, ob sich kein ernsthafter Infekt hinter den Beschwerden verbirgt.

Gesundes Sonnenbad
Den Aufenthalt in der Sonne niemals übertreiben! Besonders hellhäutige Nord- und Mitteleuropäer sind durch die Strahlung gefährdet. Sie benötigen ein Sonnenschutzmittel mit einem hohen Schutzfaktor (je heller der Hauttyp, desto höher). Das angefangene Sonnenschutzmittel vom Vorjahr ist wegzuwerfen, besonders dann, wenn die Creme bereits längere Zeit Hitze und Licht ausgesetzt war. Der Schutzfaktor nimmt dann ab.

Grundsätzlich gilt: Die Sonne ist in der Mittagszeit ganz zu meiden. Die Haut verbrennt besonders schnell am Strand oder Pool, da das Wasser die Strahlen noch zusätzlich reflektiert. Daher sollte bei einem Aufenthalt am Wasser ein T-Shirt getragen werden.
Bei Vorliegen einer Sonnenallergie, empfiehlt sich ein fettfreier Sonnenschutz. Darüber hinaus wirken Medikamente, die bei Heuschnupfen angewendet werden, häufig auch gegen die so genannte „Mallorca-Akne“.

Zur Vorbeugung eines Sonnenstichs, sollte immer eine helle Kopfbedeckung getragen werden. Machen sich doch stechende Kopfschmerzen und Übelkeit bemerkbar: sofort in den Schatten oder in einen kühlen Raum, flach auf den Rücken legen, kalte Umschläge auf Stirn und Nacken und viel Flüssigkeit aufnehmen!

Kleine Plagegeister
Sie sind ein ständiger Begleiter des Sommers: Mücken und anderen Insekten. Besonders in der Dämmerung sind Mücken aktiv. Haben sie einmal zugestochen, kann sich die betroffene Haustelle entzünden und die Urlaubsfreude verderben. Daher am Abend helle, langärmelige Oberteile und lange Hosen tragen – dunkle Kleidung zieht Mücken eher an. Mit geschlossenen Schuhen und Socken ist das stechsichere Outfit komplett. Darüber hinaus runden Insektenschutzmittel (gegen Bremsen, Mücken, Zecken) den Schutz ab.

Reiseimpfungen nicht vergessen!
Vor dem Reiseantritt ist es notwendig, sich um eventuell erforderliche Impfungen zu kümmern. Einige Länder (z. B. Senegal) verweigern sogar die Einreise, wenn der Impfschutz gegen bestimmte Krankheiten nicht vorliegt. In anderen wird zumindest dringend zu Impfungen geraten. Genaue Informationen über benötige Impfungen für das Reiseziel geben das Auswärtige Amt, Tropeninstitute oder der Arzt. Grundsätzlich gilt: Einen Basis-Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Polio sollte vorhanden sein. Die meisten Menschen wurden schon als Kind geimpft, alle zehn Jahre ist eine Auffrischung nötig. Zusätzlich empfiehlt sich bei vielen Reisezielen eine Impfung gegen Hepatitis A und B.
Eingereicht in Gesundheit von Luedtke am Freitag, 23. Mai 2008
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Angelika: Feiner Artikel über die Einnahme von Arzneimittel - warum läuft es hier nicht weiter toll!...

Marianne: Ja, das sehe ich genauso! Denn unsere Kinder sind doch die Zukunft, für die wir alle nur das Beste wollen. Um ehrlich zu sein, habe ich Angst meinen Kindern ein Medikament zu geben, welches eigentlich...

Jasmin: Über dieses Thema sollte eigentlich vielmehr aufgeklärt werden, denn viele Menschen wissen gar nicht, was Medikamente bei Missbrauch alles anrichten können. Bis vor 2 Jahren hätte ich das selbst nie g...

Drug64: Während in Deutschland jedes Jahr die Arzneimittelausgaben  des Staates steigen und die Pharmaindustrie weitere Forderungen stellt, anstatt ihre Gewinne im Sinne des Kunden (Patienten) zu investieren,...

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