Apotheken im Ausland


Apotheken gibt es nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen Ländern. Jedoch heißen sie dort anders und unterscheiden sich in manchen Fällen sehr stark von der deutschen Apotheke.

Spanien

Eine spanische Apotheke erkennt man an dem grünen Kreuz auf weißem Hintergrund oder der Aufschrift „farmacia“. Einige davon sind sogar 24 Stunden und am Sonntag geöffnet, aber viele Apotheken wechseln sich mit dem Notdienst („farmacia de guardia“) ab. Auch in Spanien wird zwischen frei verkäuflichen und verschreibungspflichtigen Medikamenten unterschieden. Allerdings gibt es hier viele Arzneimittel ohne Rezept, die in Deutschland und anderen Ländern verschreibungspflichtig sind (z. B. Antibabypille oder Antibiotika). Zudem sind sie auch um einiges billiger als in anderen Ländern, aufgrund der staatlichen Preiskontrollen. Ein spanischer Apotheker muss eine langjährige Ausbildung absolvieren und kann bei kleineren Problemen medizinische Ratschläge erteilen (wie z. B. bei einer Grippe). Bei schwerwiegenderen Krankheiten, kann aber nur ein Arzt helfen.

Frankreich

Wie die spanischen Apotheken, sind auch die französischen Apotheken („pharmacie“) mit einem grünen Kreuz gekennzeichnet. Für die Sonn- und Feiertage, während die normalen Apotheken geschlossen haben, ist immer eine Notfallapotheke („pharmacie de garde“) geöffnet. Die meisten Medikamente sind in Frankreich nur auf Rezept und auch nur in Apotheken erhältlich. Natürlich gibt es aber auch verschreibungsfreie Arzneimittel. Aufgrund von strikten Preiskontrollen sind Medikamente in Frankreich häufig billiger als in anderen europäischen Ländern. Menschen die gesetzlich in Frankreich versichert sind, bekommen ein Teil der Kosten (der verschreibungspflichtigen Medikamente) zurückerstattet. Hierzu findet man auf den Arzneimittelverpackungen verschiedenfarbene Schilder (vignette), welche die Prozentzahl der Erstattung angeben. Bei weißen Schildern werden 65 % und bei blauen Schildern 35 % erstattet. Falls die Apotheke an das französische Sozialversicherungssystem angeschlossen ist und man eine „Carte Vitale“ besitzt, wird nur der nichterstattungsfähige Teil der Kosten (also 35-65%) bezahlt. Zwischen der Apotheke und der Sozialversicherung wird dann der Rest direkt abgerechnet. Da Apotheker in Frankreich ein sechsjähriges Pharmazie-Studium abschließen müssen, sind sie hochqualifiziert und können die Kunden bei vielen Problemen beraten und helfen. Deshalb sind sie auch dazu berechtigt, verschriebene Medikamente durch so genannte Generika mit gleicher Zusammensetzung zu ersetzen.

England

Auch in Großbritannien sind die Apotheken („pharmacy“) mit einem grünem Kreuz gekennzeichnet. Aber auch in Supermärkten und Drugstores sind viele Medikamente erhältlich. Denn der Verkauf von Arzneimitteln ist in England nicht nur auf Apotheken beschränkt. In Großbritannien gibt es drei Arten von Medikamenten, dazu zählen: verschreibungspflichtige Medikamente, freiverkäufliche Medikamente und Medikamente die nur von einem Apotheker ausgegeben werden können. Auch hier sind viele Medikamente billiger als vergleichsweise in Deutschland, jedoch nicht alle. Die Rezepte des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS werden mit einer Fixgebühr berechnet. Bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahre, Rentner sowie Studenten wird die Gebühr allerdings erlassen. Auch Behinderte, Schwangere oder Geringverdiener können von der Gebühr befreit werden.

Polen

In Polen gibt es zwei Arten von Apotheken, auf der einen Seite sind da die staatlichen Apotheken („Cefarm“) und auf der anderen Seite die privaten Apotheken („Apteka“). Einige Apotheken haben auch hier rund um die Uhr geöffnet, jedoch ist die Anzahl sehr gering. Aber auch in Polen steht für den Notfall ein Notdienst zur Verfügung. Die Apotheken in Polen sind sehr gut versorgt und führen Medikamente aus polnischer sowie internationaler Produktion. Allerdings sind die meisten Arzneimittel jedoch rezeptpflichtig. Ein großer Vorteil ist aber, dass die freiverkäuflichen Medikamente in Polen um ein Vielfaches billiger sind, als hierzulande.

USA

In den USA findet man so genannte „Pharmacies“ in größeren Supermarktketten, in denen man verschreibungspflichtige Medikamente bekommt. Allerdings werden in den USA keine deutschen Rezepte akzeptiert. In kleineren Supermärkten und Drugstores gibt es die rezeptfreien Medikamente (wie Schmerztabletten oder Grippemittel), welche oft zu deutlich geringeren Preisen als in Deutschland angeboten werden.

Doch seit der Zulassung des Arzneimittelversandhandels in Deutschland (2004), können auch hier Patienten preisgünstige Arzneimittel kaufen.



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Eingereicht in Apotheke von Luedtke am Freitag, 15. September 2006
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Angelika: Feiner Artikel über die Einnahme von Arzneimittel - warum läuft es hier nicht weiter toll!...

Marianne: Ja, das sehe ich genauso! Denn unsere Kinder sind doch die Zukunft, für die wir alle nur das Beste wollen. Um ehrlich zu sein, habe ich Angst meinen Kindern ein Medikament zu geben, welches eigentlich...

Jasmin: Über dieses Thema sollte eigentlich vielmehr aufgeklärt werden, denn viele Menschen wissen gar nicht, was Medikamente bei Missbrauch alles anrichten können. Bis vor 2 Jahren hätte ich das selbst nie g...

Drug64: Während in Deutschland jedes Jahr die Arzneimittelausgaben  des Staates steigen und die Pharmaindustrie weitere Forderungen stellt, anstatt ihre Gewinne im Sinne des Kunden (Patienten) zu investieren,...

Talia: Hallo Silvia, meine Erfahrungen sind ähnlich. Ich habe aber den Versuch unternommen, meine Krankheit zu ignorieren, was dazu führte, dass sich mein Gesundheitszustand verschlechtert hat. Nun bin i...

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